Um 6 Uhr klingelte der Wecker am
Max Winter Platz, eine schnelle Dusche, für ein Frühstück
war keine Zeit mehr und ab ging's auch schon Richtung Hollabrunn zum Friseur
mit
Zwischenstopp in Korneuburg um das 11jährige Cousinchen Isabella
um 7 h abzuholen.
Spätestens jetzt war Zeit für ein kurzes Frühstück – denn irgendwie musste ja
die
„Ich hab’ verschlafen“ - Lücke überbrückt werden. Mit einer halben Stunde
Verzögerung
konnte dann Christa an Braut und Ringkissen-Mädchen Hand anlegen.
Zwischenzeitlich machte sich Harald,
der Trauzeuge der Braut mit dem Bräutigam auf den
Weg zur Floristin Doris um den Blumenschmuck für die Kirchenbänke
und die Hochzeitstafel,
die Anstecker für Bräutigam Markus, Brautvater Johann,
Kranzelherren Christoph alias
Cäptn und Stefan und sich selbst, sowie den Brautstrauß
und die Biedermeiersträußchen für
die Kranzeldamen Alice und Monika abzuholen.
Beim Retourweg hat Harald den
etwas nervösen Bräutigam (er behauptet ja bis heute, dass er
die Ruhe selbst war) bei seiner Mutter Christl „sicher und
wohlbehalten abgeliefert“, denn nun
hatte sie für das Erscheinen des Sohnes vor dem Traualtar Sorge zu tragen. Und
um auf
Nummer sicher zu gehen wurden die beiden von Markus’ Trauzeugin Sylvia
und Ihrem Mann
Peter, der unseren großen Tag videotechnisch festhielt, abgeholt.
Währenddessen hat gegen 14 Uhr
Brautschwester Siegrid, selbst mit einem soeben
erstandenem, atemberaubenden Haarstyling, die visagistische Basis für das
Make-up der Braut
geschaffen. Nachdem die Braut Ulrike Ihr Styling eigenhändig
abgerundet hatte, erschien
auch schon ihre persönliche Beraterin auch liebevoll „Kammerzofe“, aber vor
allem Fachfrau
und Freundin Doris um beim anzuziehen behilflich zu sein, ohne
dabei Frisur und Make-up in
Mitleidenschaft zu ziehen. Für kurze Zeit war von Doris, die ohnedies von
zierlicher Figur ist
keine Spur zu sehen, da sie unterhalb von Reifrock und mehreren Lagen von Tüll
zu kämpfen
hatte, diese in die richtige Reihenfolge zu bringen. Leider war niemand zur
Stelle um diesen
Schnappschuss festzuhalten.
Während Braut und Brautvater mit
dem von Roland organisierten und chauffierten Brautauto,
einem Audi A6 in edlem Schwarz gegen 15 Uhr am Max Winter Platz
eintraf, waren in Maria
Grün die Pfadfinder der Gruppe 27 und die Pfadfindergilde
Bonifaz Wohlmut bereits am
Vorbereiten der Agape im Anschluss an die Brautmesse. Reges Treiben herrschte
in und um
das kleine Wallfahrtskirchlein. Was für die Geistlichkeit reine
Routine ist, war für manchen
Mitwirkenden ein Nervenkitzel. Neben Susi, der Freundin der
Braut, die uns eine sehr
geschmackvolle und wunderschöne Hochzeitskerze schenkte und diese wie einen
Augapfel
hütete, war auch der spätestens jetzt nervöse Bräutigam bereits
vor Ort, um eventuell
noch organisatorische Anweisungen für die Fotografen Gabi & Ewald,
sowie Stefan geben zu
können. Die musikalische Gestaltung war ein Geschenk unserer Freundin und
Arbeitskollegin,
der Radiomoderatorin Doris Dissauer. Ihr zur Seite standen Brigitte,
Pfadfinderschwester
und langjährige Freundin der Braut, Max, auch ein Pfadfinder und
guter Freund der Braut,
sowie Radiokollege Claudio Schütz und Rudi Krassnig
am Keyboard, die sich unterdessen
schon ein wenig eingesungen hatten.
Mittlerweile
machte sich am Max Winter Platz leichte Aufgeregtheit breit – mit vereinten
Kräften wurden Automaschen am Fahrzeug von Brautmutter Elfriede
und am Brautauto selbst
angebracht, Das Autobuket wurde, wie sich nach 800 Metern herausstellte,
leichtfertig und
gutgläubig mit inkludierter Magnetplatte am Kühler gelegt, der Brautstrauß und
das bestückte
Ringkissen wurden gut verstaut und langsam aber sicher konnte die Fahrt zur
Kirche
angetreten werden – wohlgemerkt, nachdem Chauffeur Roland und Brautvater Johann
die
Braut wie ein rohes Ei in den Wagen „verfrachtet“ hatten. Wie bereits erwähnt,
wurde die
Anfahrt zur Kirche nach ca. 800 Metern in einer Linkskurve unterbrochen, da
sich der
Kühlerschmuck selbständig gemacht hatte und dieser kurzerhand im Kofferraum
seinen Platz fand.
Ein
kleiner Hinweis an dieser Stelle: eine Magnetplatte hat auf Fahrzeugen aus Alu,
wie Audi
einer ist, keine wirkliche Haftwirkung!
Viel zu früh
in Maria Grün eingetroffen – drehten wir noch eine Runde um das Lusthaus und
harrten dort, nachdem Roland das Buket wieder am Kühler platziert hatte, bis
15:50 der Dinge
um uns dann im Schritttempo der Kirche zu nähern.
Als wir mit
dem Wagen den Schranken nach Maria Grün passiert hatten, schlug
die
Aufgeregtheit blitzartig in Nervosität mit freudiger Erwartung und innerlicher
Gerührtheit über.
Kaum ausgestiegen war auch schon meine „Kammerzofe“ Doris zur Stelle um mein
Kleid zu
recht zurücken und die Schleppe zu drapieren. Der Moment der Wahrheit war nun
zum Greifen
nahe – was nun fehlte war der Beruhigungstrunk und auf Zuruf konnte Angi,
Pfadfinderschwester der Braut, diesem Misstand gleich Abhilfe schaffen.
Mittlerweile hatten alle
für den feierlichen Einzug in die Kirche Aufstellung genommen.
Es ertönten
die Glocken des idyllischen Wallfahrtskirchleins in Maria Grün, inmitten der
Prater Auen – es war 16 Uhr – der Auftakt für einen wichtigen und gut
überlegten Schritt.